Mit Holz richtig heizen

Was ist für eine vollkommene Holzverbrennung wichtig?

Um einen möglichst hohen Wirkungsgrad und niedrige Emissionen zu erzielen, sind 3 Faktore von größter Bedeutung:

1. Ausgereifte Verbrennungstechnik der Feuerstätte
    Der Kamineinsatz muss über eine ausgereifte Verbrennungstechnik verfügen, um eine vollkommene Verbrennung des Holzes zu ermöglichen.       

2. Gut getrocknetes Holz
    Siehe Absatz „Welchen Feuchtigkeitsgehalt darf Brennholz haben?“

3. Die Einhaltung der Grundsätze für richtiges Heizen mit Holz

Welche Brennstoffe darf ich im Kamineinsatz verheizen?

Hartholz  (vor allem Buchenholz) eignet sich am besten für die Verbrennung in Kamineinsätzen. 
                 Die Vorteile sind:  lange Brenndauer
                                              hoher Heizwert
                                              Kurzflammigkeit
                                              auf Grund der effektiven Verbrennung wenig Asche und Russanfall
Bei Weichholz ist zu bedenken, dass die Leistung des Kamineinsatzes geringer ist.

Holzbriketts stellen einen weiteren sehr guten Brennstoff für den Kamineinsatz dar. Dabei ist es nicht von besonderer Bedeutung, ob es sich um Weichholzbriketts oder Hartholzbriketts handelt, sondern wesentlich ist die Verarbeitung. Achten Sie darauf, dass diese ohne Bindemittel hergestellt und hoch verdichtet sind.

Bei der Einhaltung der auf dieser Seite angeführten Grundsätze zum Heizen mit Holz können Sie auch Weichholz und Weichholzbriketts praktisch rückstandsfrei verheizen wie Hartholz. Eine entscheidende Rolle beim Verbrennen spielt die Sauerstoffzufuhr. Lesen sie dazu den Absatz „Luftzufuhr – ein wichtiger Faktor für die Holzverbrennung“.

Zum Anzünden verwenden Sie immer dünneres Weichholz (z.B. Fichte), welches Sie mit einem Kaminanzünder in Brand setzen, niemals Zeitung oder Karton! Diese enthalten Druckerschwärze, Bindemittel und Formaldehyd, welches Dioxine und Furane freisetzt.

Papier gehört in die Papiertonne, nicht in ihren Kamineinsatz!

Auch das Verheizen vom Holz, das mit Holzschutzmitteln behandelt ist, ist natürlich nicht zulässig.

Welchen Feuchtigkeitsgehalt darf das Brennholz haben?

Sie sollten nur Holz mit einem Restfeuchtigkeitsgehalt von max. 20 % heizen. Je trockener das Holz, desto höher der Heizwert des Brennholzes.

Außerdem verursacht der hohe Wassergehalt eine niedrigere Verbrennungstemperatur, was zu verstärkter Ruß- und Teerbildung, Gefahr der Schornsteinversottung und starker Zunahme schädlicher Emissionen führt.

Holz braucht zum Austrocknen ca. 2 Jahre Zeit, je nach Lagerstätte.

Als lufttrockenes Holz (lutro) wird Holz mit einem Wassergehalt von ca. 15 % bezeichnet.
Dieser Wassergehalt kann durch 2-jährige Lagerung im Freien erreicht werden.

Das Scheitholz muss an einer belüfteten und möglichst sonnigen Stelle regengeschützt gelagert werden (ideal Südseite). Im Keller kann dann nur bereits lufttrockenes Holz gelagert werden; frisches Holz würde im Keller nicht austrocknen sondern modern.

Was soll ich mit der Asche tun?

Die Asche (Verbrennungsrückstände) vom Kamineinsatz oder Kaminofen ist ein sehr gutes Düngermittel und kann auch kompostiert werden. (Voraussetzung ist, dass Sie nur die zugelassenen Brennstoffe – Brennholz oder Holzbriketts – verwenden.)